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Einbruchschutz: Check & Tipps Wie sicher ist Ihre Wohnung oder Ihr Haus in Hamburg?

Der Check zeigt Ihre Schwachstellen, die Tipps zeigen, was dagegen hilft.

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Einbruchschutz-Check

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Wie sicher ist Ihre Wohnung?

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Einbruchschutz-Tipps

Ratgeber & Wissen

Wie gehen Einbrecher vor?

Die meisten Einbrecher sind keine Profis, sondern Gelegenheitstäter – sie suchen ein Ziel, das schnell und unbemerkt zu öffnen ist.

3–5 Min.

So lange versuchen es die meisten Einbrecher. Stoßen sie auf Widerstand, geben sie auf – jede Minute erhöht das Risiko, entdeckt zu werden.

44,9 %

der Wohnungseinbrüche blieben 2025 im Versuch stecken – oft, weil Türen und Fenster gut gesichert waren (Polizeiliche Kriminalstatistik).

wenige Sek.

reichen, um ein Fenster mit einfachen Rollzapfen aufzuhebeln – leise und mit einfachem Werkzeug. Von außen sieht man den Unterschied nicht.

So spähen Einbrecher ihre Ziele aus

  1. Soziale Netzwerke: Urlaubsfotos und Posts verraten, wann niemand zu Hause ist.
  2. Briefkasten: Ein überquellender Briefkasten zeigt längere Abwesenheit.
  3. Tricks an der Tür: Unter einem Vorwand will ein Fremder in die Wohnung und sich umsehen.
  4. Beobachtung: Dieselben Autos oder Personen kommen mehrfach langsam vorbei.
  5. Licht und Geräusche: Bleibt es abends dunkel und still, ist niemand da.
  6. Fenster und Türen: Ist ein Fenster gekippt oder die Tür nur zugezogen?
  7. Fehlende Sicherung: Ist keine Zusatzsicherung zu sehen, gilt das Ziel als leicht.
  8. Hilfsmittel: Leitern oder Mülltonnen erleichtern den Einstieg nach oben.
  9. Schlüsselverstecke: Fußmatte und Blumentopf werden zuerst geprüft.

Die häufigsten Schwachstellen

Wohnungs- und Haustür

Aufhebeln am Schließblech, Abbrechen oder Ziehen des Zylinders. In Mehrfamilienhäusern der häufigste Angriffspunkt.

Fenster im Erdgeschoss

Einfache Beschläge geben beim Aufhebeln sofort nach – ein normaler Fenstergriff schützt davor nicht.

Balkon- und Terrassentür

Große Flügel, oft auf der ruhigen Rückseite – ideale Bedingungen für ungestörtes Arbeiten.

Keller und Nebeneingänge

Oft gar nicht gesichert und damit ein bequemer Weg ins Treppenhaus und zu den Wohnungen.

Vorbeugen

Einbruchschutz im Alltag: Tipps ohne Aufwand

Viele Einbrüche scheitern schon an einfachen Gewohnheiten – sie kosten nichts und wirken sofort.

Immer zweimal abschließen

Eine nur zugezogene Tür ist schnell geöffnet. Schließen Sie ab – auch wenn Sie nur kurz weg sind.

Fenster ganz schließen

Ein gekipptes Fenster ist für Einbrecher ein offenes Fenster. Schließen Sie beim Gehen alle vollständig.

Schlüssel nie draußen verstecken

Fußmatte, Blumentopf, Zierstein – Einbrecher kennen jedes Versteck und kommen spurlos hinein.

Schlüssel nicht innen stecken lassen

Bei Türen mit Glaseinsatz ist ein innen steckender Schlüssel von außen erreichbar. Ziehen Sie ihn ab.

Rollläden richtig nutzen

Tagsüber geschlossene Rollläden verraten Abwesenheit. Schließen Sie sie nachts oder per Zeitschaltuhr.

Nicht jedem öffnen

Erst durch den Türspion schauen oder die Sprechanlage nutzen. Ein Sperrbügel gibt zusätzliche Sicherheit.

Haustür geschlossen halten

Im Mehrfamilienhaus bleibt die Haustür zu – auch tagsüber. Lassen Sie niemanden ungefragt mit hinein.

Keine Kletterhilfen

Mülltonnen, Gartenmöbel oder Leitern helfen beim Einstieg in obere Etagen. Räumen Sie sie weg.

Licht nutzen

Bewegungsmelder und Außenleuchten nehmen Einbrechern im Dunkeln die Deckung – rund ums Haus.

Wachsame Nachbarschaft

Tauschen Sie Nummern mit Nachbarn aus. Wirkt etwas verdächtig, rufen Sie lieber gleich die 110.

Wertsachen dokumentieren

Fotografieren und listen Sie Wertsachen auf. Das hilft Polizei und Versicherung im Schadensfall.

Wichtiges wegschließen

Dokumente, Schmuck und Bargeld gehören in einen fest verankerten Tresor oder ins Bankschließfach.

Vor dem Urlaub – Anwesenheit vortäuschen

Ein bewohnt wirkendes Zuhause ist für Einbrecher uninteressant.

  • Briefkasten von Nachbarn leeren lassen oder die Zeitung pausieren.
  • Licht und Rollläden per Zeitschaltuhr steuern.
  • Keine Abwesenheitsansage am Telefon, keine Urlaubsposts.
  • Alle Fenster schließen und Zusatzsicherungen verriegeln.
  • Wertsachen in den Tresor oder ins Bankschließfach.
  • Nachbarn Bescheid geben und einen Schlüssel bei einer Vertrauensperson hinterlegen.
Sicherheitstechnik

Die 5 wirksamsten Maßnahmen für Tür und Fenster

Die richtige Reihenfolge: im Obergeschoss zuerst die Wohnungstür, im Erdgeschoss und im Haus zuerst Fenster und Terrassentür.

1

Sicherheitszylinder mit Sicherungskarte statt Standardzylinder

Der Schließzylinder ist ein typischer Angriffspunkt an der Tür. Ein Sicherheitszylinder hat Bohr-, Zieh- und Pickingschutz und wird mit einer Sicherungskarte geliefert – Nachschlüssel gibt es nur gegen Vorlage dieser Karte beim autorisierten Fachpartner. Wichtig: Der Zylinder darf außen höchstens 3 mm überstehen, sonst lässt er sich mit einfachem Werkzeug abbrechen.

Mehr zu Sicherheitszylindern →
2

Schutzbeschlag oder Sicherheitsbeschlag

Ohne Schutzbeschlag lässt sich auch ein guter Zylinder abbrechen oder ziehen. Ein Schutzbeschlag wird von innen verschraubt – außen gibt es keinen Angriffspunkt. Der Sicherheitsbeschlag hat zusätzlich eine Stahleinlage und oft einen Kernziehschutz: eine frei drehende Stahlscheibe vor dem Zylinder. Empfehlenswert für alle Türen mit direktem Zugang von außen.

Mehr zu Schutzbeschlag & Sicherheitsschloss →
3

Panzerriegel – die wirkungsvollste Einzelmaßnahme an der Tür

Ein Panzerriegel (Querriegelschloss) verläuft über die ganze Türbreite, wird beidseitig im Mauerwerk verankert und sichert Schloss- und Bandseite mit einem Schließvorgang. Er ist auch an Altbau-, Doppelflügel- und Kellertüren möglich. Alternativen sind ein Türstangenschloss oder ein Sicherheitsschließblech mit Bandseitensicherungen.

Mehr zum Panzerriegel →
4

Einbruchhemmende Fenstersicherung

Fenster werden fast immer aufgehebelt – ein abschließbarer Fenstergriff allein reicht deshalb nicht. Gesichert werden immer Griff- und Scharnierseite, laut Kriminalpolizei Hamburg mindestens eine Sicherung pro Meter Fensterhöhe je Seite. Möglich sind Pilzkopfverriegelungen, VdS-geprüfte Aufschraubsicherungen oder eine Teleskopstange ohne Anbohren des Fensters.

Mehr zur Fenstersicherung →
5

Balkon- und Terrassentür richtig sichern

Große Flügel, oft auf der ruhigen Rückseite: Hier setzen Einbrecher bevorzugt an. Bei Dreh-Kipp-Türen hat sich ein Stangenschloss auf der Griffseite plus zwei Scharnierseitensicherungen bewährt. Bei Hebe-Schiebe-Türen liegt die Schwachstelle woanders – eine Aushebelsicherung oben im Rahmen verhindert, dass der Flügel angehoben wird.

Mehr zum Einbau von Tür- und Fenstersicherungen →

Warum die Montage in die Hand des Fachbetriebs gehört

Eine Sicherung ist nur so gut wie ihre Montage: Schrauben müssen tief genug greifen, Schließstücke passgenau sitzen und die Verankerung im Mauerwerk tragen. Falsch eingebaute Produkte geben beim Hebelangriff nach.

Schlüssel

Schlüsselkontrolle: Wer hat einen Schlüssel zu Ihrer Wohnung?

Nicht jeder Einbruch hinterlässt Spuren: Ist ein fremder Schlüssel im Umlauf, braucht der Täter kein Werkzeug.

Schlüssel verloren oder gestohlen – was jetzt?

Kann der Schlüssel Ihrer Adresse zugeordnet werden – etwa weil der Ausweis mit weg ist –, sollte der Zylinder sofort getauscht werden. Bei Diebstahl erstatten Sie Anzeige. Gehört der Zylinder dem Vermieter, informieren Sie ihn umgehend. Tipp: Die private Haftpflicht zahlt, wenn der Verlust fremder Schlüssel mitversichert ist.

Mehr zu Mieter- und Rechtsfragen →

Nach dem Einzug: Ein eigener Zylinder schafft Klarheit

Wie viele Schlüssel zur neuen Wohnung noch im Umlauf sind, weiß niemand genau – bei Vormietern, Handwerkern oder Nachbarn. Ein eigener, neuer Schließzylinder schafft Klarheit: Sie wissen genau, wer einen Schlüssel hat. Beim Auszug tauschen Sie einfach den alten Zylinder zurück.

Mehr zum Schlosswechsel →

Die Sicherungskarte: Schutz vor unerlaubten Nachschlüsseln

Nachschlüssel für einen Sicherheitszylinder fertigt nur ein autorisierter Fachpartner – gegen Vorlage der Sicherungskarte. Der Schutz gilt, solange das Patent läuft; bei älteren Systemen ist es oft abgelaufen. Bewahren Sie die Karte getrennt vom Schlüssel auf und zeigen Sie beides nicht auf Fotos.

Mehr zu Sicherheitszylindern →

Schließanlage: ein Schlüssel, volle Übersicht

In Mehrfamilienhäusern und Betrieben regelt ein Schließplan, welcher Schlüssel welche Tür öffnet. Geht ein Schlüssel verloren, werden die betroffenen Zylinder getauscht, bei einem Generalschlüssel unter Umständen die ganze Anlage – bei elektronischen Anlagen wird das Medium einfach gesperrt. Ein Generalschlüssel gehört nur in die Hände von Eigentümer, Hausverwaltung oder leitendem Hausmeister.

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Für Mieter

Einbruchschutz in der Mietwohnung

Was Mieter selbst tun dürfen

Ohne Bohren in Tür und Fenster geht vieles: ein neuer Schließzylinder oder eine Teleskopstange an der Balkontür. Sobald in Tür, Rahmen, Fenster oder Mauerwerk geschraubt wird, sprechen Sie das vorher mit Vermieter oder Hausverwaltung ab – am besten schriftlich. Seit Dezember 2020 haben Mieter grundsätzlich Anspruch auf die Erlaubnis des Vermieters (§ 554 BGB).

Besonderheit Hamburger Altbau

Alte Zargen, schwache Schließbleche, keine Normmaße: Nachrüsten ist trotzdem fast immer möglich – etwa mit einem Panzerriegel mit speziellen Unterlagen oder einem Stangenschloss plus Scharnierseitensicherung mit Mauerverankerung.

Wer zahlt – und was passiert beim Auszug?

Meist zahlen Mieter selbst; manche Vermieter beteiligen sich, weil die Wohnung aufgewertet wird. Lösungen ohne Bohren nehmen Sie mit. Fest montierte Sicherungen müssen ohne Absprache beim Auszug zurückgebaut werden. Vereinbaren Sie vorher schriftlich, dass sie bleiben dürfen – mit der Rechnung lässt sich mit dem Nachmieter eine Ablöse vereinbaren.

Mehr zum Einbruchschutz in der Mietwohnung →

Im Ernstfall

Nach einem Einbruch: Das ist jetzt zu tun

  1. Polizei rufen (110). Nichts verändern und nichts anfassen, damit Spuren gesichert werden können. Lassen Sie sich das Aktenzeichen geben.
  2. Karten sperren. Bank- und Kreditkarten über den Sperr-Notruf 116 116 sperren lassen – ebenso die SIM-Karte Ihres Handys.
  3. Versicherung informieren. Den Einbruch umgehend der Hausratversicherung melden und das weitere Vorgehen abstimmen.
  4. Gestohlenes auflisten. Eine möglichst genaue Stehlgutliste erstellen und an Polizei und Versicherung weitergeben.
  5. Tür und Schloss sichern. Beschädigte Schlösser reparieren und bei gestohlenen Schlüsseln den Zylinder tauschen lassen.
  6. Hilfe annehmen. Wer sich zu Hause nicht mehr sicher fühlt, findet Unterstützung beim WEISSEN RING (Opfer-Telefon 116 006).
SIEGO · Hamburg-Altona

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Welche Sicherung zu Ihrer Tür und Ihren Fenstern passt, zeigen wir Ihnen an Mustertüren im Fachgeschäft – ohne Termin.

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Häufige Fragen

Einbruchschutz-Check & Tipps — unsere Antworten.

Im Obergeschoss zuerst die Wohnungstür, im Erdgeschoss und im Haus zuerst Fenster und Terrassentür. An der Tür bilden ein Sicherheitszylinder mit Bohr- und Ziehschutz, ein Schutzbeschlag und ein stabiles Schließblech die Basis. Die wirkungsvollste Einzelmaßnahme zum Nachrüsten ist ein Panzerriegel, der Schloss- und Bandseite gleichzeitig sichert.

Nein. Ein abschließbarer Fenstergriff verhindert nur, dass nach dem Einschlagen der Scheibe von außen durchgegriffen wird. Fenster werden aber fast immer aufgehebelt. Wirksam sind VdS-geprüfte Zusatzsicherungen auf Griff- und Scharnierseite oder eine Pilzkopfverriegelung.

Die meisten Einbrecher brechen einen Versuch nach drei bis fünf Minuten ab, wenn sie auf Widerstand stoßen. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2025 blieben 44,9 % der Wohnungseinbrüche im Versuch stecken – ein Hinweis darauf, dass mechanische Sicherungen wirken.

Oft tagsüber, wenn niemand zu Hause ist: 2025 waren 37,8 % der Wohnungseinbrüche Tageswohnungseinbrüche. Schließen Sie deshalb auch bei kurzer Abwesenheit ab.

Grundsätzlich ja: Mieter haben das Recht, ihre Wohnung gegen Einbruch zu sichern. Fragen Sie sicherheitshalber vorher beim Vermieter oder bei der Hausverwaltung nach und lassen Sie sich die Zustimmung schriftlich geben.

Kostenlose Beratung bietet die Polizei Hamburg. Bei SIEGO, dem kriminalpolizeilich empfohlenen Fachgeschäft für Schließtechnik in der Großen Bergstraße 245 in Hamburg-Altona, sehen Sie die Sicherungen zusätzlich an Mustertüren – ohne Termin, Mo–Fr 9–18 Uhr. Oder schicken Sie vorab ein Foto per WhatsApp an +49 40 384209.

Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: 2026. Statistik: Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 (Bundeskriminalamt). Empfehlungen in Anlehnung an die Polizeiliche Kriminalprävention; weitere Informationen unter k-einbruch.de.