Welche Schließanlage für welches Mehrfamilienhaus? – Zentralschließanlage vs. Hauptschlüsselanlage
Wie viele Wohnparteien im Haus leben, entscheidet nicht über die richtige Schließanlage. Entscheidend ist, wer welche Tür öffnen darf. Brauchen nur die Bewohner Zugang zur eigenen Wohnung und zu den Gemeinschaftstüren, reicht eine Zentralschließanlage. Braucht zusätzlich jemand Zugang zu allen oder vielen Türen, etwa die Hausverwaltung, ein Hausmeister oder ein Reinigungsdienst, ist eine Hauptschlüsselanlage die richtige Wahl. Vor der Planung klären wir mit Ihnen drei Fragen: Welche Räume werden gemeinsam genutzt – etwa Tiefgarage, Fahrradkeller oder Dachboden? Wie oft wechseln die Mieter? Soll die Anlage später erweitert werden? Daraus entsteht Ihr Schließplan – die Grundlage für jede Schließanlage im Mehrfamilienhaus.
Zentralschließanlage im Mehrfamilienhaus – ein Schlüssel für Wohnung und Haustür
Bei einer Zentralschließanlage besitzt jeder Mieter einen eigenen Schlüssel. Dieser Schlüssel schließt die private Wohnungstür sowie alle gemeinschaftlich genutzten Bereiche wie die Haustür, den Kellerzugang, den Müllraum oder die Waschküche. Die Wohnungen der anderen Mieter bleiben selbstverständlich gesperrt. Es gibt bei diesem System keinen übergeordneten Schlüssel, der alle Türen öffnen kann. Dieses System ist einfach, kostengünstig und hat sich als Standard für klassische Mietshäuser bewährt.
Hauptschlüsselanlage im Mehrfamilienhaus – Für Objekte mit Hausverwaltung oder Hausmeister
Eine Hauptschlüsselanlage funktioniert ähnlich wie die Zentralschließanlage für die Mieter: Jeder Mieter öffnet mit seinem Schlüssel die eigene Wohnung und die Gemeinschaftsbereiche. Der entscheidende Unterschied ist der Hauptschlüssel oder Generalschlüssel. Dieser übergeordnete Schlüssel kann alle Türen im Gebäude öffnen – auch die privaten Wohnungstüren, sofern dies rechtlich und vertraglich vereinbart ist, oder zumindest alle Technik-, Heizungs- und Gemeinschaftsräume. Dieses System ist notwendig, wenn eine aktive Hausverwaltung, ein Hausmeister oder regelmäßige Handwerkerdienste zentralen Zugang benötigen, ohne einen riesigen Schlüsselbund mitführen zu müssen.
Was kostet eine Schließanlage für ein Mehrfamilienhaus?
Die Kosten für eine Schließanlage lassen sich nicht pauschal festmachen. Sie hängen von der Anzahl der benötigten Zylinder (z. B. Wohnungstüren, Haustür, Kellertüren, Briefkästen), der Anzahl der Schlüssel, dem gewählten Sicherheitssystem (z. B. Kopierschutz, Bohr- und Ziehschutz) und der Art der Anlage ab.
Mit unserem Schließanlagen-Kosten-Kalkulator ermitteln Sie in wenigen Schritten die etwaigen Kosten einer mechanischen Schließanlage. So erhalten Sie schnell einen ersten Anhaltspunkt für Ihre Planung.
Elektronische Schließanlagen bestehen aus vielen unterschiedlichen Komponenten und lassen sich daher nicht pauschal berechnen – hier beraten wir Sie gerne persönlich. Infos erhalten Sie auch unter: Elektronische Schließanlagen
Für ein unverbindliches Angebot senden Sie uns gerne Ihre Anfrage an: info@siego.de
Schlüsselverlust im Mehrfamilienhaus – was tun, wer zahlt?
Verliert ein Mieter seinen Schlüssel, sollte mindestens der Zylinder seiner Wohnungstür getauscht werden.
Den Austausch der betroffenen Zylinder zahlt in der Regel der Mieter. Die Haftpflichtversicherung des Mieters übernimmt diese Kosten häufig. Bei elektronischen Anlagen entfällt das Problem: Ein verlorener Transponder wird einfach digital gesperrt.
Schließanlage im Mehrfamilienhaus – Service für Hausverwaltungen
Siego unterstützt Hausverwaltungen mit einem bevorzugten Service: Anlageschlüssel-Nachbestellungen innerhalb weniger Stunden, Zylindertausch oft am selben Tag sowie Schließplan-Führung mit aktuellen Zugriffsrechten. Als Lizenzpartner von ABUS, CES und KESO liefern wir Nachschlüssel und Anlagezylinder ohne Umweg über den Hersteller.
Sichere Schließanlage im Mehrfamilienhaus – Schutz vor unerlaubten Schlüsselkopien
Patentgeschützte Schlüsselsysteme z.B. von ABUS, CES und KESO verhindern, dass Schlüssel einfach kopiert werden können. Nur autorisierte Lizenzpartner dürfen diese Schlüssel nachmachen. Die Kriminalpolizei Hamburg empfiehlt für Mehrfamilienhäuser Schließzylinder mit erhöhter Sicherheitsklasse sowie Sicherungskarten zur Schlüsselkontrolle.
Elektronische Schließanlage im Mehrfamilienhaus – wann lohnt sich der Umstieg?
Der Umstieg lohnt sich bei häufigen Mieterwechseln oder regelmäßigem Schlüsselverlust. Für Neubauten empfehlen wir die direkte Integration oder Ergänzung einer elektronischen Schließanlage. Elektronische Zylinder sind batteriebetrieben und kommen ohne Verkabelung aus – die Umrüstung ist in der Regel innerhalb eines Tages erledigt. Mehr Infos unter: elektronische Schließanlagen
Schließanlage im Mehrfamilienhaus – Eigentümerschaft und Mieterrechte
Die Schließanlage gehört dem Eigentümer des Gebäudes – also dem Vermieter oder der Eigentümergemeinschaft. Mieter erhalten einen Schlüssel zur Nutzung, werden aber nicht Eigentümer des Schließsystems.
Ein Mieter darf auf eigene Kosten einen zusätzlichen Schließzylinder in seine Wohnungstür einbauen – sofern er beim Auszug den Originalzylinder wieder einsetzt. Er wird damit Eigentümer dieses Zylinders und darf Schlüssel ohne Genehmigung des Vermieters nachmachen lassen. Für den Haustürschlüssel gilt das nicht – dieser gehört zur Schließanlage des Vermieters.
Besuchen Sie uns gerne in unsere Fachgeschäft in Hamburg-Altona oder rufen Sie uns einfach an: 040-384209
Externe Quelle: k-einbruch.de – Polizeiliche Beratungsstelle →