Wie funktioniert eine Zutrittskontrolle?
Eine Zutrittskontrolle besteht aus drei Teilen: dem Medium, das Sie bei sich tragen, der Technik an der Tür und der Software. Das Medium ist meist ein Schlüsselanhänger, je nach System auch eine Karte oder das Smartphone. Die Tür hat einen elektronischen Schließzylinder, einen elektronischen Beschlag oder an der Wand daneben einen Wandleser. Halten Sie das Medium davor oder drücken Sie den Knopf am Transponder, prüft die Elektronik, ob Sie berechtigt sind, und gibt die Tür frei. Wer welche Tür zu welcher Zeit öffnen darf, legen Sie in der Software am Computer fest.
Die Rechte gelangen auf zwei Wegen an die Tür. Bei einer Anlage ohne Vernetzung werden Änderungen mit einem Programmiergerät an die Türen übertragen oder an einem Terminal auf das Medium geschrieben. Bei einer vernetzten Anlage kommen Änderungen per Funk direkt an der Tür an – ein gesperrter Transponder ist dann sofort gesperrt. Welcher Weg passt, hängt davon ab, wie viele Türen es sind und wie oft sich Rechte ändern.
Vorteile einer Zutrittskontrolle gegenüber einer mechanischen Schließanlage
Geht ein Transponder verloren oder gibt ein Mitarbeiter ihn beim Ausscheiden nicht zurück, wird er in der Software gesperrt – die Zylinder bleiben in den Türen. Neue Rechte vergeben Sie mit wenigen Klicks, zeitlich begrenzte Zugänge ebenso, zum Beispiel für Aushilfen nur während ihrer Schicht.
Rechte lassen sich nach Abteilungen, Bereichen und Arbeitszeiten ordnen, und auf Wunsch zeigt das Zutrittsprotokoll, wann welche Tür geöffnet wurde. Wächst das Unternehmen, kommen neue Türen und Nutzer dazu – mit SimonsVoss System 3060 lassen sich mehrere tausend Türen verwalten.
Zutrittskontrolle oder elektronischer Schließzylinder?
Beides arbeitet mit derselben Technik. Ein einzelner elektronischer Schließzylinder oder ein kleines Set für wenige Türen ist bereits eine einfache Zutrittskontrolle, etwa für Haustür, Praxis oder kleines Büro – mehr dazu auf unserer Seite Elektronischer Schließzylinder. Von einer Zutrittskontrolle spricht man meist, wenn viele Türen, Personen und Bereiche zentral verwaltet werden: mit Beschlägen und Wandlesern für Eingänge, Tore oder Schranken, mit Zeitplänen und mit einer Software, die mit dem Gebäude mitwächst.
Für wen lohnt sich eine Zutrittskontrolle?
Eine Zutrittskontrolle lohnt sich überall dort, wo viele Personen Zugang zu verschiedenen Bereichen brauchen und sich Rechte häufig ändern.
Unternehmen und Büros: Lager, Archiv oder Serverraum öffnen nur für die zuständigen Mitarbeiter. Scheidet jemand aus, wird sein Transponder gesperrt.
Praxen und Gesundheitseinrichtungen: Das Personal im Schichtdienst erhält Zutritt passend zum Dienstplan.
Kitas: Erzieherinnen und Erzieher öffnen mit eigenem Transponder. Küche, Büro und Technikräume bleiben dem zuständigen Personal vorbehalten.
Hausverwaltungen: Die Rechte für mehrere Häuser werden zentral verwaltet. Bei Mieterwechsel entfällt der Zylindertausch.
Hotels und öffentliche Einrichtungen: Gäste erhalten Zutritt auf Zeit. Das Zutrittsprotokoll zeigt bei Bedarf, wann welche Tür geöffnet wurde.
Zutrittskontrolle: Hersteller und Systeme von ABUS, CES und SimonsVoss
Alle drei Hersteller bieten Zutrittskontrollen für Gewerbe – mit unterschiedlichen Stärken.
ABUS TECTIQ
ABUS ist seit 1924 ein Familienunternehmen. TECTIQ ist für mittlere bis sehr große Gewerbe- und öffentliche Gebäude ausgelegt, etwa Büros, Verwaltungen, Schulen und Kliniken. Die Rechte stehen auf dem Schlüsselanhänger oder der Karte und werden an einem Terminal aktualisiert, ohne jede Tür einzeln zu programmieren. Mechanische ABUS-Schließanlagen lassen sich einbinden. Beim GIT SICHERHEIT AWARD 2026 belegte TECTIQ den 2. Platz.
CES AccessOne
CES fertigt seit 1840 in Velbert und startete 1909 als erstes deutsches Unternehmen die Serienfertigung von Schließzylindern. Schließanlagen von CES sichern unter anderem den Reichstag und die Elbphilharmonie. Mit AccessOne verbindet CES verkabelte Leser für Eingänge und Schranken mit batteriebetriebenen Schließzylindern und Beschlägen für Innentüren – für Kliniken, Industrie und öffentliche Gebäude.
SimonsVoss System 3060
SimonsVoss entwickelt seit 1995 digitale Schließtechnik und gehört seit 2015 zum Allegion-Konzern. Mit System 3060 lassen sich bis zu 64.000 Türen verwalten. Schlüsselanhänger, Karten und – mit Zusatzoption – das Smartphone können in einer Anlage kombiniert werden.
Was kostet eine Zutrittskontrolle?
Was eine Zutrittskontrolle kostet, hängt von der Zahl der Türen und Nutzer ab, davon, ob Zylinder, Beschläge oder Wandleser nötig sind, ob die Anlage vernetzt wird und welche Software-Lizenz gebraucht wird. Neben der Anschaffung fallen je nach System laufende Kosten an, etwa für Software-Lizenzen, Batterien und Wartung. Die Anschaffung liegt über der einer mechanischen Schließanlage – dafür entfällt bei Schlüsselverlust der Austausch der Zylinder. Ein Angebot erstellen wir nach der Besichtigung vor Ort.
Türen mit Zutrittskontrolle nachrüsten
Elektronische Zylinder haben das übliche Profilzylinder-Format und ersetzen den vorhandenen Zylinder im Schloss. Da sie mit Batterie arbeiten, entfallen Stemmarbeiten an Tür und Wand – deshalb eignen sie sich auch für Altbauten und denkmalgeschützte Gebäude. Für Innentüren mit Drücker gibt es elektronische Beschläge. An Toren und Schranken kommen Wandleser zum Einsatz, die einen Stromanschluss brauchen.
Siego prüft die Nachrüstbarkeit Ihrer Türen kostenlos vor Ort.
Von der Planung bis zur fertigen Zutrittskontrolle
- Planung: Wir sehen uns Ihre Türen vor Ort an und legen mit Ihnen fest, wer welche Tür zu welcher Zeit öffnen darf.
- Montage: Die vorhandenen Zylinder werden gegen elektronische getauscht, wo nötig kommen Beschläge oder Wandleser dazu.
- Programmierung: Wir führen die Vorprogrammierung von Schließzylindern und Transpondern oder Schlüsselanhängern durch.
- Übergabe: Wir richten die Software ein, übergeben die Schließmedien, und Sie erhalten von uns eine Software- und Bedienungseinweisung, um Ihre Zutrittskontrolle später eigenständig zu verwalten.
Batterie und Notöffnung bei der Zutrittskontrolle
Elektronische Schließzylinder und Beschläge laufen mit Batterien und sind nicht an das Stromnetz des Gebäudes angeschlossen – ein Stromausfall ändert an ihrer Funktion nichts. Wie lange eine Batterie hält, hängt vom System und von der Nutzung ab – ein SimonsVoss-Transponder etwa schafft bis zu 400.000 Öffnungen. Lässt die Batterie nach, warnt die Anlage rechtzeitig, und die Batterie wird gewechselt. Wird die Warnung übergangen, öffnet der Fachbetrieb die Tür je nach System mit einem Notstromgerät.
Als Fachpartner von ABUS, CES und SimonsVoss beraten wir Sie, welches System zu Ihrem Gebäude passt. Kommen Sie in unser Fachgeschäft in Hamburg-Altona oder rufen Sie uns an: 040-384209
Externe Quelle: simons-voss.com – Hersteller-Website SimonsVoss, abus.com – Hersteller-Website ABUS und ces.eu – Hersteller-Website CES